Pastoraler Raum Bad Camberg
Pilotprojet "Bereitschaft zur Bewegung" im Pastoralen Raum Bad Camberg Nachdem Bischof Dr. Tebartz-van Elst am 6. Februar im Dom zu Limburg den Sendungsgottesdienst gefeiert hat, wurde am Samstag, dem 7. 2., in Bad Camberg mit einer Eucharistiefeier mit Domkapitular Dr. Löhr und einer anschließenden Informationsveranstaltung in der Pfarrkirche St. Peter und Paul die Aktion "Bereitschaft zur Bewegung" für den Pastoralen Raum Bad Camberg eröffnet.In seiner Predigt ging Dr. Löhr auf eine Stelle im Evangelium ein, bei der die Jünger Jesu zu Jesus sagen: "Alle suchen dich." In der heutigen Zeit würden die Menschen kaum nach Gott suchen. Doch habe er bei vielen eine innere Sehnsucht erlebt.
Domkapitular Dr. Thomas Löhr, der Leitungsassistent Johannes Weuthen und Pfarrer Klaus Nebel erläuterten zunächst den zahlreichen Interessierten aus den 6 Pfarrgemeinden des Pastoralen Raums Bad Camberg die Aktion "Bereitschaft zur Bewegung". Am Anfang stand der Hirtenbrief des Bischofs zu Pfingsten 2008. Von den 89 Pastoralen Räumen im Bistum Limburg wurden 6 Piloträume ausgewählt, darunter Bad Camberg als ländlicher Raum.
In den Pilotprojekten werden Antworten gesucht, wie bei veränderter Lebenswirklichkeit der Glaube verkündet und gelebt werden kann. Es wurde ein für diese Aktion geschaffenes Emblem mit dem Limburger Dom und das Pilotprojektgebet vorgestellt.
Auf Schautafeln waren 7 Erkundungsthemen aufgeführt, von denen der Pastoralausschuss einige auswählen und Zukunftsperspektiven entwickeln soll. Die Themen sind 1. Geistliche Gemeinschaften und Gottesdienst, 2. Katechese in einer missionarischen Kirche, 3. Caritas, 4. Aufbau und Vernetzung von Glaubensbiotopen, 5. Profile der Ämter, Dienste, Charismen und Ordensberufungen, 6. Fortentwicklung des synodalen Miteinanders, 7. Konsequenzen für die Verwaltung.
Pfarrer Klaus Nebel, Pastoralreferent Thorsten Klug, der Vorsitzende des Pastoralausschusses Thomas Bauer aus Oberselters und die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte Helmut Thuy aus Bad Camberg und Georg Minde aus Würges machten klar, was diese Themen im und für den Pastoralen Raum Bad Camberg bedeuten.
Es gilt festzustellen, was vorhanden ist und wo eine Vernetzung zwischen den 6 Pfarrgemeinden möglich ist. Dabei geht es vor allem um einen geistlichen Prozess, um Vertiefung des Glaubens im Alltag der Menschen, um die Nähe der Kirche zu den Einrichtungen des öffentlichen Lebens, letztlich, aber nicht vorrangig, auch um Strukturen.
So wurde z. Bsp. gefragt, wie Familien selbst den Glauben an die nächste Generation weitergeben können, oder wie der priesterliche Leiter von Verwaltungsaufgaben entlastet werden kann.
18 Monate sind für den Prozess angesetzt. Dabei stehen eine Reihe von Mitarbeitern aus dem Bischöflichen Ordinariat zur Unterstützung zur Verfügung.
Abschließend baten Domkapitular Dr. Löhr und Pfarrer Nebel die Anwesenden, gemeinsam anzupacken, Nähe zwischen den 6 Gemeinden und dem Ordinariat zu zeigen und die Chancen des Pilotprojekts zu nutzen.
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